Corona bei der Feuerwehr

Vermeidung der Ausbreitung des Corona Virus im Bereich der Feuerwehren und den Einheiten des Katastrophenschutzes

21.10.2020

Durchführung Dienstbetrieb

Aufgrund der weiter andauernden kritischen Lage im Hinblick auf die Ausbreitung des Corona Virus werden die Empfehlungen zur Durchführung des Dienstbetriebes in den Feuerwehren und den Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzes wie folgt aktualisiert:

Das Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung empfiehlt in Abstimmung mit den Kreis- und Stadtwehrführer, dem LFV und der HFUK Nord die ge-wählte Stufe zur Durchführung des Dienstbetriebes in Abhängigkeit zur Entwicklung der Infektionszahlen zu setzen. Die bisherige landeseinheitliche Stufen-Empfehlung wird au-ßer Kraft gesetzt. Dadurch sind regionale, an die Infektionsentwicklung angepasste Rege-lungen möglich.

Die von den jeweils zuständigen Gesundheitsbehörden (Kreis- und Stadtgesundheitsäm-ter) ermittelten Inzidenzwerte bilden die Grundlage für die Bestimmung der zulässigen Stufe bei der Durchführung des Ausbildungs-und Übungsbetriebes.

 

Inzidenzwert > 50 = Stufe 1

Inzidenzwert > 35 = Stufe 2

Inzidenzwert < 35 = Stufe 3

 

 

Stufe 1

Übungsdienste maximal in Gruppenstärke

Alle Teilnehmertragen Mund Nasen Bedeckung

Abstandsregeln werden möglichst eingehalten

Handdesinfektion und allgemeine Hygieneregeln werden eingehalten

Benutztes Gerät wird nach dem Dienst gereinigt und ggfs. desinfiziert

Auf übliche Begrüßungsrituale wird verzichtet

Kein gemütlicher Dienstausklang

 

 Mögliche Themen: Sicherheitsunterweisungen, Theorieunterricht, Gerätekunde 

 

Stufe 2

Übungsdienst maximal mit 2 Gruppen

Alle Teilnehmertragen Mund Nasen Bedeckung

Abstandsregeln werden möglichst eingehalten

Handdesinfektion und allgemeine Hygieneregeln werden eingehalten

Benutztes Gerät wird nach dem Dienst gereinigt und ggfs. desinfiziert

Auf übliche Begrüßungsrituale wird verzichtet

Kein gemütlicher Dienstausklang

 

Mögliche Themen: Theorieunterricht, Gerätekunde, Übungen nach FwDV 3 und 10

 

Stufe 3

Dienste mit maximal 40 TN

Alle Teilnehmertragen Mund Nasen Bedeckung

Abstandsregeln werden möglichst eingehalten

Handdesinfektion und allgemeine Hygieneregeln werden eingehalten

Benutztes Gerät wird nach dem Dienst gereinigt und ggfs. desinfiziert

Auf übliche Begrüßungsrituale wird verzichtet

Kein gemütlicher Dienstausklang

 

Mögliche Themen: Theorieunterricht, Gerätekunde, Übungen nach FwDV 3 und 10

 

Stufe 4

Übungsdienst finden normal statt

Auf übliche Begrüßungsrituale wird verzichtet

Handdesinfektion und allgemeine Hygieneregeln werden eingehalten

Benutztes Gerät wird nach dem Dienst gereinigt

gemütlicher Dienstausklang möglich

 

Zusätzlich gelten in allen Stufen folgende Regeln:

die jeweils gültigen gesetzlichen Vorgaben sind zu beachten!

 

Bei allen Ausbildungsdiensten ist eine Anwesenheitsliste zu führen

Personen mit Erkrankungen und/oder Erkältungssymptomen nehmen weder am Übungs- noch am Einsatzdienst teil.

 

Bei einer Coronaerkrankung eines Feuerwehrmitgliedes ist umgehend die Wehrführung zu informieren. Alle Feuerwehrmitglieder die mit dieser Person Kontakt hatten sind zu informieren und für mindestens 2 Wochen vom Dienstbetrieb auszuschließen.

 

Die SHJF empfiehlt, frühestens ab dem 05. Juni 2020 bis zu den Sommerferien nur jugendpflegerische Maßnahmen außerhalb der Gerätehäuser durchzuführen. Ab Beginn der Sommerferien und bei weiterhin positiver Entwicklung der Infektionszahlen können auch jugendpflegerische Maßnahmen in den Feuerwehrliegenschaften unter Beachtung der Hygieneregeln durchgeführt werden. Bei der Durchführung von regulären Diensten sollte sich an den o.a. Stufenplänen orientiert werden. Reguläre Jugendfeuerwehrdienste sollen erst nach den Sommerferien beginnen.

 

Maßnahmen für den Jugend- und Kinderfeuerwehrdienst:

Feste Gruppenzuteilung, die maximale Gruppengröße (inkl. Betreuungsperson) liegt bei 15 Personen. Die Betreuung der Gruppe(n) sollte möglichst durchgehend durch dieselben Betreuungskräfte erfolgen. Es muss eine räumliche und zeitliche Trennung zwischen den Gruppen der Kinderfeuerwehr, Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung stattfinden.

 

Für die Feuerwehr-Musikzüge gelten die vorgenannte Empfehlungen analog, darüber hin-aus wird den Musikzügen empfohlen bis auf Weiteres auf öffentliche Auftritte zu verzichten.

 

Unabhängig von den vorgenannten Empfehlungen gelten vorrangig die von den Kreisen und kreisfreien Städten herausgegebenen Allgemeinverfügungen.

 

Die finale Entscheidung über die Gestaltung des Dienstbetriebes ist dem jeweiligen Träger der Feuerwehr oder dem jeweiligen Träger der Einheit oder Einrichtung des Katastrophenschutzes in Abstimmung mit der zuständigen unteren Katastrophenschutzbehörde vorbehalten.

 

 

Quelle:

Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

vom 21.10.2020